Linux Mint – ich bin begeistert

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Nun benutze ich Ubuntu seit über sieben Jahren. Im der Computerzeitrechnung ist das aus meiner Sicht schon fast eine Ewigkeit. Leider konnte ich mich nie mit Unity so richtig anfreunden. Lange konnte ich durch die Nachinstallation von Gnome mir „mein“ Ubuntu dann doch so gestalten, wie ich es gerne wollte. Seit 14.04 klappt das nicht mehr so recht. Es hakt an allen Ecken und Enden. Also gab ich Unity wiederholt eine Chance. Doch mein Rechner und mehrere Rechner meiner Freunde waren mit der neuen Ubuntuversion völlig ausgebremst. Ich war es leid nach den Ursachen zu forschen und habe Linux Mint ausprobiert.

Wie sich für mich nun herausstellt, war dies eine gute Entscheidung. Ich bin von Mint richtiggehend begeistert. Es ist eigentlich das Ubuntu wie ich es mir immer gewünscht habe. Es sind so viele Kleinigkeiten, die ich bei Ubuntu oft gesucht und hier bei Mint endlich gefunden habe. Und das aus dem Stand heraus, bzw. out of the box, wie wir Italiener sagen würden. 😀

Der Cinnamon-Desktop ist übersichtlich und genau so geordnet, wie ich es mir vorstelle. Da gibt es ein Menü, das in der unteren linken Ecke auch so heißt. Es beinhaltet Untermenüs für „Grafik, Internet, Büro und Multimedia“ usw. Darin sind die entsprechenden Programme enthalten. In selbigem Menü sind ebenso die Einstellungen und die Systemverwaltung zu finden. Vielleicht bin ich von Windows halt doch noch etwas „belastet“. Jedenfalls komme ich mit diesem Menü sehr gut zurecht.

Cinnamon

In besagtem Menü lässt sich der Rechner auch herunterfahren, man kann sich abmelden oder den Bildschirm sperren. Alles sehr übersichtlich. Bei Gnome durfte man beispielsweise erst die Alt-Taste drücken um den Rechner ausschalten zu können, oder musste über eine Seite nachinstallieren…

Die von mir bevorzugten Programme wie Gimp und Thunderbird (mit Einschränkungen auch Banshee, eigentlich benutze ich am liebsten Audacious) sind vorinstalliert. Sie lassen sich per Menü oder direkt durch Eingabe in ein Suchfeld finden. Als ich zuletzt in Unity den Taschenrechner benutzen wollte, wurde mir erst einmal der Wikipedia Eintrag zu Taschenrechner gezeigt. Sicherlich ist es interessant zu sehen, wie diese Dinger vor gut 40 Jahren aussahen. Aber ich hatte fast Zeit den kompletten Beitrag zu lesen, bis endlich mein Taschenrechner angezeigt wurde. Mit der Zeit nervt das irgendwann. Spätestens wenn man den Wikiartikel auswendig kann… 🙂

Eine Möglichkeit direkt aus einem Verzeichnis über die rechte Maustaste auf die root-Ebene „als Systemverwalter öffnen“ zu wechseln, musste ich mir bei Ubuntu immer per Skript nachinstallieren. Nicht besonders aufwendig, doch hier ist es einfach schon vorhanden und manchmal sehr praktisch.

Vielleicht entdecke ich noch mehr dieser Kleinigkeiten, dann werde ich sie hier vermelden. Doch schon so ist Linux Mint für mich das im Vergleich zu Ubuntu Unity und selbst zu Ubuntu GNOME rundere Paket.

Gerne höre ich Eure Meinungen zu Euren Lieblingsumgebungen und -distributionen in den Kommentaren…